Aktuelle News 27.08.22

27.08.2022 18:27
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Unwettergefahr in Bayern: DWD warnt im Süden vor bis zu 60 Liter Starkregen, Hagel und Böen

Die Unwettergefahr nimmt am Samstagabend immer weiter zu. Besonders betroffen ist das Voralpenland und die Region um München.
München – Der Hochsommer ist vorbei, heißt es bei der Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Zuvor verabschiedet sich der Rekordsommer jedoch mit einem Knall. Beziehungsweise knallt es gleich mehrfach. Nachdem am Freitag, 26. August, bereits zahlreiche Gewitter über Bayern hinweggezogen sind, nimmt eine neue Gewitterfront Kurs auf den Freistaat. Am Samstagabend soll ihr Höhepunkt erreicht werden.

Wetter in Bayern: Unwettergefahr nimmt ab Mittag zu

Während am Vormittag und Mittag noch einzelne Schauer über die Mitte und den Norden Bayerns ziehen, bleibt es in den übrigen Landesteilen vorwiegend trocken. Der DWD spricht von „schauerartigem Regen“.Erst zum Samstagmittag hin nimmt das Gewitterrisiko immer weiter zu, heißt es weiter. „Dabei besonders am Nachmittag lokal UNWETTERARTIGE Mengen zwischen 25 und 40 l/qm pro Stunde, Hagel mit Korngrößen um zwei cm und Böen bis 70 km/h wahrscheinlich. Schwerpunkt voraussichtlich an den östlichen Mittelgebirgen sowie zwischen der Fränkischen Alb und den Alpen. Für die Region rund um München und die Alpen gilt bereits eine Vorabwarnung vor Unwetter mit heftigem bis ergiebigen Regen. Sie gilt ab 20 Uhr bis Sonntagmittag 12 Uhr. In mehreren Stunden können hier bis zu 60 Liter auf den Quadratmeter runterkommen.



Blitzeinschlag und Mini-Erdrutsch: So geht es mit den Unwettern weiter

Der Freitag brachte den Auftakt zu einem Unwetter-Wochenende. Das führte zu einigen Schäden und Chaos auf den Straßen. Auch am Samstag und teilweise Sonntag geht es mit Schauern und Gewittern weiter.



Die Niederschläge ziehen zum Wochenende von beiden Seiten gleichzeitig über das Land. Sowohl von Westen als auch von Osten findet eine Bewegung über Deutschland statt, die aber auf der östlichen Seite stärker ausgeprägt ist. Vor allem über der Osthälfte Deutschlands und im Südosten können heftige Schauer bis zum Samstag (27.08.2022) fallen. Hingegen bleibt der Nordwesten großenteils trocken.

Freitagabend gab es einige Meldungen zu Unwetterschäden in Teilen Deutschlands


Starkregen sorgt für zahlreiche Verkehrsunfälle in Salzgitter

Starke Regenfälle haben am Freitagabend zu einer Reihe von Verkehrsunfällen in Salzgitter geführt. Wegen der Wassermengen seien Teile von Straßen im Ortsteil Lebenstedt komplett gesperrt worden, berichtete die Polizei am Samstag. Infolge des Unwetters wurden diverse Autokennzeichen bei der Polizei abgegeben. Halter könnten sich bis Montag nach vermissten Kennzeichen erkundigen, hieß es. Auch in Wolfsburg wurden Unterführungen und Keller überflutet. Dort wurden wegen der Unwetter-Warnung am Freitagabend zudem Veranstaltungen abgesagt. In vielen Teilen Niedersachsens blieb es dagegen nach Auskunft der Polizei ruhig

Straßen von Schlamm überspült

Nach Starkregen ist im Eichsfeld das Dorf Jützenbach von einer roten Schlammlawine überschwemmt worden. Durch die heftigen Niederschläge ist am Freitagabend die Erde von einem angrenzenden Feld auf die Dorfstraße gespült worden, wie das Lagezentrum am Samstag mitteilte. Die Ortsdurchfahrt musste daraufhin gesperrt werden. Feuerwehren und freiwillige Helfer sind in der Nacht im Einsatz gewesen, um die Straße wieder befahrbar zu machen. Zudem sind einige Keller mit Wasser vollgelaufen. Die durch Thüringen ziehende Gewitterfront mit Starkregen hat am Samstagmorgen auch die Bundesstraße 89 bei Mengersgereuth-Hämmern (Kreis Sonneberg) mit Schlamm geflutet. Die Straße wurde laut Polizei am Samstagmorgen auf 150 Metern mit Schlamm überzogen und musste gereinigt werden.

Blitzeinschlag führt zu Feuer

Nach einem Blitzeinschlag ist im baden-württembergischen Weingarten eine 3000 Quadratmeter große Lagerhalle in Flammen aufgegangen. Die Halle eines ehemaligen Werkstattgeländes geriet in der Nacht zu Samstag in Brand, wie die Feuerwehr mitteilte. Aufgrund der schnellen Ausbreitung der Flammen rückten Einsatzkräfte aus umliegenden Regionen zum Löschen an. Allerdings waren die Straßen wegen des nächtlichen Unwetters nur schwer zu befahren, weshalb die Feuerwehr zunächst nur schwer vorankam. Auch deshalb dauerten die Löscharbeiten am Samstagmorgen noch an. Umliegende Häuser wurden sicherheitshalber evakuiert. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Die Schadenshöhe war zunächst unklar.

Starker Regen und viele Gewitter - Keller überflutet und Brände

Unwetter und Starkregen haben in Baden-Württemberg für einen ungemütlichen Start ins Wochenende gesorgt - und weitere Gewitter sind bereits im Anmarsch. Auch am Sonntag erwartet der Deutsche Wetterdienst Schauer, vereinzelt Gewitter, teilweise auch Starkregen. Erst zum Wochenbeginn werde es wieder heiterer und trocken.
Die Unwetter haben am Freitagabend in mehreren Regionen Baden-Württembergs zahlreiche Keller und Wohnungen überflutet, Blitze schlugen ein, vereinzelt stürzten Bäume um, ein Hang im Schwarzwald rutsche ab und mehrere Auto gerieten auf nassen Straßen ins Schleudern.

Im Rhein-Neckar-Kreis lag der Schwerpunkt in Walldorf und in den Gemeinden Nußloch, Wiesloch und Sandhausen. Die Feuerwehr pumpte insgesamt 150 Keller aus, sagte ein Sprecher der Polizei dem SWR. Die Einsätze zogen sich bis in den frühen Samstagmorgen hin.

Nach einem Blitzeinschlag in ein Hallenkomplex entstand in Weingarten (Landkreis Karlsruhe) ersten Schätzungen zufolge ein Schaden in Millionenhöhe. Nach Zeugenaussagen schlug der Blitz in der Nacht zum Samstag ein, wie die Polizei am Morgen mitteilte.

Das Gebäude beherbergt Hallen, die als Autowerkstatt, Lackierereien und Lager genutzt werden.

Die Feuerwehr war mit etwa 300 Kräften aus umliegenden Regionen vor Ort. Nach Angaben eines Sprechers sollte der Einsatz den ganzen Samstag dauern.

Wegen Wassermassen und Geröll auf der Fahrbahn sperrte die Polizei am Freitagabend die Anschlussstelle Pforzheim-Ost der Autobahn 8 in Richtung Stuttgart. Der rechte Fahrstreifen wurde zudem für mehrere Stunden dicht gemacht, da sich Schlamm ausbreitete. Verletzt wurde niemand.

Auf der A 81 nahe Ludwigsburg erlitten drei Menschen bei einem Aquaplaning-Unfall Verletzungen. Ein 51 Jahre alter Fahrer geriet am Freitagabend mit seinem Wagen auf der nassen Straße ins Schleudern, prallte links in die Leitplanke und drehte sich mehrfach um die eigene Achse.

In der Rhein-Neckar-Region rückte die Feuerwehr zu mehr als 350 Einsätzen aus, wie ein Sprecher am Samstagmorgen mitteilte. In Walldorf standen viele Keller unter Wasser, ebenso ein Pferdestall sowie Tiefgaragen.

Ein Mann wurde in einer Kellerwohnung eingeschlossen, während Wasser von außen in die Wohnung drückte. Ein Nachbar konnte ihn aus der Not befreien.

Auch in der Region rund um Konstanz wurden Keller, Straßen sowie Unterführungen geflutet und Kanaldeckel aus Abwasserschächten gespült. Verletzt wurde niemand.

In Zell am Harmersbach (Ortenaukreis) sackte ein Hang auf eine Straße ab und Straßenzüge wurden überflutet, wie ein Sprecher mitteilte. In weiteren Regionen stürzten Bäume und Bauzäune um.

Das Wetter am Samstag

Die größte Unwettergefahr am Samstagvormittag befindet sich in einem Streifen von der Ostsee bis zum Erzgebirge und in Teilen Baden-Württembergs und Bayerns. Starke Regenfälle und eingelagerte Gewitter sind hier zu erwarten. Im Nordwesten des Landes ist es trocken und am freundlichsten.

Am Nachmittag verschiebt sich die Gefahr weiter in den Nordosten und weiter nach Bayern rein.

Das Wetter am Sonntag

Zum Abend hin und auch noch am Sonntag (28.08.2022) bewegen sich die Unwetter immer weiter in den äußersten Nordosten und in den Alpenrand. Von Westen setzt sich aber zunehmend die Sonne durch. Im äußersten Nordosten fällt bis einschließlich Sonntag der meiste Regen. Aber auch in Süddeutschland können zwischen 30 und 60 Liter pro Quadtratmeter fallen. Im Nordosten fallen sogar bis zu 90 Liter Quadratmeter! In beiden Regionen ist auch die Schwülebelastung am höchsten.

Außerdem wichtig bei drohenden Gewittern und Starkregen

Wie immer gilt bei Gewittern: Da Blitz, Donner und Starkregen oft sehr lokale Ereignisse sind, trifft es nie jeden, die Warnungen solltest du jedoch ernst nehmen. Denn bei Gewittern bzw. Unwettern herrscht Lebensgefahr.
Bei Starkregen-Ereignissen kann es schnell zu Überflutungen kommen, da viele Liter Wasser in kurzer Zeit vom Himmel fallen. Besonders auf den ausgetrockneten Böden derzeit kann das Wasser schlecht versickern. Auch kleine Bäche oder Flüsse können über die Ufer treten, Straßen überflutet werden und Keller volllaufen.


Wetter in Baden-Württemberg nach Unwetter-Nacht: Das erwartet uns am Samstag

Das Wetter in Baden-Württemberg: Der Samstag wird wechselhaft. Sonnige Abschnitte mischen sich unter Gewitter und Regen. Es wird kühler. Wetter heute in Baden-Württemberg: Sonnige Abschnitte zwischen Gewitter und Regen Am Samstag startet das Wetter in Baden-Württemberg sehr wechselhaft mit Schauern und Gewittern. Dazwischen meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) allerdings auch immer wieder sonnig Tagesabschnitte. Die unwetterartigen Starkregen bleiben aber auch dann weiter wahrscheinlich, nachdem sie bereits am Freitag und in der Nacht zum Samstag für viele Feuerwehreinsätze in Baden-Württemberg gesorgt hatten.

Wetter am Samstag in Heilbronn Temperaturen und Wetteraussichten
morgens 19 bis 21 Grad, bedeckt
mittags 22 bis 23 Grad, wolkig
abends 20 bis 22 Grad, bedeckt

Am Abend ist es laut DWD im Nordwesten verbreitet trocken. Die Temperaturen liegen dabei dann bei Höchstwerte von 20 Grad im Südschwarzwald und 27 Grad in Mannheim und an der Tauber. Meist weht dazu ein schwacher Wind aus Nordwest, zeitweise aber auch frische Böen, mit Gewittern starke bis stürmische Böen.

Wetter in Baden-Württemberg: Gewitter und Schauer bestimmen das Wochenende

Mit Blick auf die Nacht zum Sonntag zeigt sich für Baden-Württemberg ein unverändertes Wetterbild. Besonders im Osten ist es stark bewölkt. Schauer und auch Gewitter mit starken Böen sind keine Seltenheit. Von Westen her lockert es dann etwas auf. Örtlich muss auch immer wieder mit Nebel gerechnet werden. Die Tiefstwerte liegen bei 16 bis 11 Grad.

3-Tage-Trend für Heilbronn Temperaturen und Wetteraussichten

Sonntag 17 bis 25 Grad, wolkig
Montag 13 bis 26 Grad, leicht bewölkt
Dienstag 15 bis 28 Grad, sonnig


Überschwemmte Straßen und Keller nach Unwetter in mehreren Regionen in Baden-Württemberg

In Teilen Baden-Württembergs sorgte Starkregen für überflutete Keller und Straßen. Die Wassermassen erschwerten die Rettungseinsätze. Der Wetterdienst warnt weiter vor Unwetter.


Schwere Gewitter und Starkregen haben am Freitagabend in mehreren Regionen Baden-Württembergs für Überflutungen gesorgt. Im Rhein-Neckar-Kreis lag der Schwerpunkt in Walldorf und in den Gemeinden Nußloch, Wiesloch und Sandhausen. Die Feuerwehr pumpte insgesamt 150 Keller aus, sagte ein Sprecher der Polizei dem SWR. Die Einsätze zogen sich bis in den frühen Samstagmorgen hin.

Die Feuerwehren hatten demnach in der Nacht rund 350 Einsätze zu bewältigen. Um die vollgelaufenen Keller in Sandhausen zu bewältigen, wurden Feuerwehrkräfte aus umliegenden, weniger betroffenen Gemeinden zusammengezogen. Die dortigen Anwohnerinnen und Anwohner berichteten, dass das Wasser aus der Toilette geschossen sei und auch aus anderen Öffnungen in die Häuser drückte.


Mehr als 230 Einsätze für die Feuerwehr in Walldorf

Überschwemmte Straßen beeinträchtigten zeitweise auch die Arbeit der Rettungskräfte. Verletzte seien in Folge des Unwetters bislang aber nicht gemeldet worden, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle für Heidelberg und den Rhein-Neckar-Kreis in Ladenburg am Freitagabend. Es entstand Sachschaden in den Kellern. Die Feuerwehr Walldorf im südlichen Rhein-Neckar-Kreis sprach am frühen Samstagmorgen auf Twitter von mehr als 230 Einsätzen aufgrund des Unwetters. Das Wasser stand in Walldorf zeitweise bis zu 20 Zentimeter hoch auf der Straße. Neben zahlreichen Kellern war auch ein Pferdestall betroffen.

Eingeschlossene Person gerettet

In einer Mitteilung am Samstagmorgen berichtete die Polizei in Walldorf unter anderem von Tiefgaragen, die bis zu zwei Meter unter Wasser standen. Daneben sei eine pflegebedürftige Person in einer Kellerwohnung eingeschlossen gewesen, während das Wasser von Außen in die Wohnung gedrückt habe. Die Person sei noch vor Eintreffen der Feuerwehr durch Nachbarn gerettet worden.

Auch Überflutungen auf der A8 bei Pforzheim und im Ortenaukreis


Im Ortenaukreis in Zell am Harmersbach gab es nach Auskunft der regionalen Leitstelle einen Mini-Erdrutsch, dort sackte ein Hang auf eine Straße ab. Außerdem liefen auch dort Keller voll und Straßenzüge wurden überflutet, wie ein Sprecher der Leitstelle in Offenburg sagte. "Inzwischen sind aber alle Einsätze abgearbeitet", meinte er am Freitagabend.

Wegen Wassermassen, Geröll und Schlamm auf der Fahrbahn sperrte die Polizei am Freitagabend die Anschlussstelle Pforzheim-Ost der Autobahn 8 in Richtung Stuttgart. Der rechte Fahrstreifen wurde zudem für mehrere Stunden gesperrt, da sich Schlamm ausbreitete. Menschen oder Fahrzeuge seien aber nicht zu Schaden gekommen, sagte eine Sprecherin der Autobahnpolizei in Pforzheim. Zeitweise bildete sich ein Stau von bis zu fünf Kilometern.
Aus dem östlichen und nördlichen Enzkreis berichtete die Polizei zudem von einem umgefallenen Baum und herausgedrückten Gullydeckeln.


Blitzeinschlag setzt Lagerhalle in Brand

In Weingarten (Baden) im Kreis Karlsruhe ist in der Nacht auf Samstag nach einem Blitzeinschlag eine 3.000 Quadratmeter große Lagerhalle in Flammen aufgegangen. Das Feuer bereitete sich nach Angaben der Polizei auf den gesamten Lagerhallenkomplex aus. Die Feuerwehr hat den Großbrand unter Kontrolle, teilte ein Sprecher am Samstagmorgen mit. Aufgrund der schnellen Ausbreitung der Flammen rückten Einsatzkräfte aus umliegenden Regionen zum Löschen an. Allerdings waren die Straßen wegen des nächtlichen Unwetters nur schwer zu befahren, weshalb die Feuerwehr zunächst nur schwer vorankam. Laut Polizei werden die Löscharbeiten voraussichtlich noch den ganzen Tag über andauern.

Lg Jenny 😎


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